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Millimeterarbeit am Bungalow: Wo Kranketten an ihre Grenzen stoßen - Montage mit Traverse!

Wenn eine massive Betongarage direkt an ein bestehendes Gebäude angebaut werden soll, ist das für uns grundsätzlich überhaupt kein Problem. Mit unserem normalen Versetzer-Lkw – also über den praktischen Heck-Deckenheber – gelingt dies in der Praxis relativ einfach. Das gilt selbst bei sehr niedrigen Dachüberständen, wie es beispielsweise bei einem klassischen Bungalow der Fall ist.

In den beiden unteren Fotos sehen Sie das ganz deutlich: Viel Platz ist bis zum Dachüberstand dort wahrlich nicht vorhanden! Genau in solchen Situationen würde eine normale Kranmontage kläglich scheitern, da die schräg zusammenlaufenden Kranketten unweigerlich massiv am Dachüberstand anstoßen und diesen beschädigen würden.



Ist die direkte Montage mit dem Versetzer-Lkw aus verschiedensten Gründen einmal nicht möglich, greift sofort unser bewährter „Plan B“: Die Montage mit dem Autokran. Hierbei gibt es jedoch einige kritische Details zu beachten, wenn die Garage (oder ein Element einer Doppelgarage) direkt an einem bestehenden Gebäude platziert werden soll.

Besteht am Wohnhaus ein Dachüberstand, muss im Vorfeld penibel geprüft werden, ob die Kranketten an diesem anstoßen, bevor die Garage ihre finale Position an der Hauswand erreicht hat. Die massiven Kranketten werden standardmäßig immer an den Längswänden in die dafür vorgesehenen Kranösen eingehängt und laufen von dort aus keilförmig nach oben zur Kranflasche zusammen.

Diese Ketten müssen zwingend mindestens 5 bis 6 Meter lang sein, um die tonnenschwere Garage beim Hub oben nicht regelrecht „zusammenzuziehen"! Werden diese Ketten aus Unwissenheit zu kurz geplant, verändert sich der Zugwinkel dramatisch. In der Folge laufen wir akute Gefahr, dass die massiven Gewindebolzen in der Beton-Attika der Garage durch die enormen Querkräfte nach innen hin herausgerissen werden!


Die rettende Lösung: Wie uns die Traverse den nötigen Platz verschafft: 

Nun steht also eine Kranmontage an und an Ihrem Haus ist ein störender Dachüberstand vorhanden. Doch auch für diese knifflige Situation haben wir den passenden Plan B parat: Den Einsatz einer speziellen Traverse!

Hierbei handelt es sich um eine offiziell geprüfte, massive Stahlkonstruktion. Diese wird anstelle der langen, schrägen Kranketten direkt in die Kranösen der Garage eingehängt. Die Kranflasche wiederum wird weiter fast mittig über stabile Stahlseile mit der Traverse verbunden. Der riesige Vorteil: Auf diese Weise verlaufen außen an den Längswänden überhaupt keine schrägen Kranketten mehr und wir können die Garage problemlos unter den Dachvorsprung einschwenken!

Natürlich muss im Gegenzug eine gewisse Mindesthöhe unter dem Dachüberstand vorhanden sein, da durch den Aufbau der Traverse logischerweise ca. 25 cm zur reinen Garagenhöhe hinzukommen. Aber keine Sorge: All diese statischen und baulichen Details werden im Vorfeld von uns penibel geprüft. Diese Erklärungen sollen für Sie lediglich informativ sein, damit Sie sehen, dass wir für jedes Problem eine gute Lösung haben!


Zu guter Letzt muss natürlich auch die zusätzliche Last der Traverse selbst mitbedacht werden. Diese wird in der Regel mit rund 500 kg Eigengewicht berechnet – was für einen fachgerecht berechneten  Autokrane im Normalfall aber überhaupt kein Problem darstellt.

Wir hoffen, dass wir Ihnen das „Prinzip Traverse" auf dieser Seite ein wenig verständlich machen konnten und Sie nun wissen, wann und warum dieses Spezialwerkzeug eingesetzt wird. Und damit... gehen wir nun gut informiert wieder zurück zu den Betongaragen!inal muss dann natürlich auch die hinzukommende Last der Traverse selbst bedacht werden - diese wird i.d.R. mit 500kg berechnet - was im Normalfall kein Problem darstellt. Wir hoffen, Ihnen hier ein wenig das "Prinzip Traverse" verständlich gemacht zu haben - wann und warum diese eingesetzt wird, gehen wir also zurück zu den Betongaragen...!

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